Review

Reviews 8.0

MAJESTY

Generation Steel

Ausgabe: RH 335

NoiseArt/Universal (52:26)
Mit „der deutschen Antwort auf Manowar“ verhält es sich in etwa so wie mit dem amerikanischen Original: Entweder man mag die True-Metal-Recken um Tarek Maghary - oder man mag sie eben nicht. Wie man jedoch auch zu MAJESTY stehen mag, zwei Dinge lassen sich kaum von der Hand weisen: Die Jungs erspielen sich dank ihrer starken und sympathischen Auftritte seit Jahren eine konstant wachsende Fanbasis, und bei den Veröffentlichungen des Fünfers kann man sich immer sicher sein, was man bekommt. Mit „Generation Steel“ legt die Band bereits ihren siebten Longplayer vor, und im Grunde genommen hat sich seit der Veröffentlichung von „Banners High“ vor zwei Jahren wenig verändert. Tarek und seine Mannen zocken puristischen, klassischen True Metal (genretypisch inklusive heldischer Chöre, epischer Refrains und starker Mitsing-Kompatibilität). Wie immer steckt der Teufel jedoch im Detail: Im direkten Vergleich zum Vorgänger tönt der neue Output ein wenig moderner aus den Boxen, und gleichzeitig wagt sich die Band vorsichtig an neue Elemente heran (Stichwort: mittelalterlich angehauchtes Intro zu ´Hawks Will Fly´), um ihre Songs ein wenig aufzupeppen. In der Konsequenz ist „Generation Steel“ ein wenig abwechslungsreicher (und damit besser) als seine Vorgänger ausgefallen.

3 Fragen an MAJESTY-Chefdenker Tarek Maghary:

Tarek, ihr habt euch für „Generation Steel“ mehr Zeit als für den Vorgänger gelassen, und das hat der Platte hörbar gutgetan. Ihr klingt 2015 ein wenig vielschichtiger - und zu meiner Überraschung auch ein wenig moderner als in der Vergangenheit. Wie kommt´s?

»Ich denke, dass „Generation Steel“ alle Elemente, die MAJESTY ausmachen, kompakt und auf zeitgemäße Weise vereint. Das Album klingt, als ob dich eine Dampfwalze überrollt. Wir haben schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Produktion gemerkt, dass wir an etwas ganz Besonderem dran sind. Das Album ist magisch. Egal, wie alt du bist oder wie du aussiehst: Du kannst ein Teil Generation Steel sein!«

Die Veröffentlichung eures Debüts feiert in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag. Wie würdest du die Entwicklung deiner Band rückblickend beschreiben?

»Es ist natürlich immer schwer, zu beurteilen, wie sich die eigene Band entwickelt. Ich denke, dass wir immer hundert Prozent gegeben haben. Wir sind stets unserem Herzen gefolgt. Das Schöne am Heavy Metal ist, dass du belohnt wirst, wenn du fleißig bist. Die Band ist, mit Ausnahme der Unterbrechung zwischen 2008 und 2011, stetig gewachsen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir das Leben führen können, von dem wir schon immer geträumt haben. Das verdanken wir unseren treuen Fans, die die Band fantastisch supporten.«

In der Vergangenheit habt ihr nicht nur positive Kritik erfahren. Es gab immer wieder Leute, die sich über eure Attitüde, Outfits oder Songtexte lustig gemacht haben. Haben dich die „Spötter“ jemals dazu gebracht, an deinem Kurs zu zweifeln?

»Nein! Diese „Spötter“ sind meistens nur kleine unbedeutende Würmer, die nichts Besseres zu tun haben, als auf YouTube oder sonst wo über Bands abzulästern, die sie nicht mögen. Ich finde das bemitleidenswert. Sollen diese Menschen doch lieber selbst etwas auf die Beine stellen, anstatt der Welt mit ihren Kommentaren auf den Sack zu gehen. Wir und unsere Fans sind frei - und Teil einer mächtigen Union. Wenn das manchen Flachwichsern nicht passt, ist das nicht mein Problem. Genau darum geht´s übrigens auch im Text von ´Generation Steel´. Sei frei und lass dir von niemandem vorschreiben, wie du zu sein hast.« (jp)

Autor:
Jens Peters
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