Review

Reviews 7.5

MAJESTY

Banners High

Ausgabe: RH 320

NoiseArt/Edel (51:34)

Da will´s aber jemand wissen: MAJESTY hauen mit „Banners High“ das zweite Album innerhalb einer Zeitspanne von weniger als zwölf Monaten raus. Mir persönlich gefällt die Scheibe noch einen Tacken besser als der Vorgänger, den ich im Januar rückblickend betrachtet vielleicht doch ein wenig zu euphorisch bewertet habe. Im direkten Vergleich wurde der Kitschfaktor deutlich zurückgefahren, außerdem klingt die Produktion etwas roher. Die Qualität alter Manowar-Scheiben (und somit die Güte ihrer offensichtlichen Vorbilder) erreichen MAJESTY zwar auch auf ihrer sechsten abendfüllenden Langrille nicht, um die aktuellen Veröffentlichungen der ehemaligen Kings of Metal abzuhängen, reicht es inzwischen aber allemal. Mit anderen Worten: „Banners High“ pustet „The Lord Of Steel“ die Lampen aus - und ein größeres Kompliment kann man Tarek und seinen Jungs vermutlich kaum machen.

3 Fragen an MAJESTY-Frontmann Tarek Maghary:

Die Veröffentlichung von "Thunder Rider" liegt noch keine zwölf Monate zurück, und ihr seid bereits mit einer neuen Platte am Start. Wie habt ihr das in dieser Geschwindigkeit hinbekommen? Ich nehme an, dass ihr neben der Band noch anderen Jobs nachgeht?

»Nein, bis auf unseren Basser Carsten haben wir neben der Band keine anderen Jobs. Zwar sind wir alle nebenbei auch freiberuflich tätig, aber unser Hauptaugenmerk liegt auf MAJESTY. Wenn du mit einer Band erfolgreich sein willst, musst du jede Sekunde deines Lebens dafür geben. Wir haben viel Spaß an dem, was wir tun, und sind deswegen ziemlich produktiv. Wir können endlich unseren Traum leben.«

"Banners High" klingt deutlich roher und entschlackter als sein Vorgänger. War das ein natürlicher Prozess?

»Ehrlich gesagt denken wir über solche Dinge gar nicht großartig nach. Ich denke, dass gute Alben auf einem natürlichen Weg entstehen sollten. Deswegen klingt jede MAJESTY-Platte einzigartig. Ich fände es ganz schrecklich, wenn man als Band ständig das gleiche Album mit neuen Texten veröffentlichen würde. Wir haben bei „Banners High“ eine sehr fette Produktion hinbekommen, die die Emotionen der Hintergrundgeschichte gut rüberbringt.«

Gibt es Neuigkeiten von eurem Gerichtsprozess mit Magic Circle Music?

»Ich denke, dieses düstere Kapitel ist endgültig überstanden. Nachdem mich ein Unternehmen der Magic-Circle-Gruppe verklagt und ich den Prozess in erster Instanz gewonnen hatte, wollten sie trotz eindeutigem Urteil in die zweite Instanz gehen. Aber auch das wurde zum Glück vor Gericht abgeschmettert. MAJESTY sind jetzt stärker denn je, und wir gehen mit Vollgas nach vorne.« (jp)

Autor:
Jens Peters

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