Review

Reviews

MACHINE HEAD

Burn My Eyes

Lange hatte es gedauert, bevor Robb Flynn mit seiner neuen Band MACHINE HEAD diesen Wutklumpen auf die Metal-Gemeinde abfeuerte. Nach seinem Ausstieg bei den Aggro-Thrashern Vio-Lence hatte der Gitarrist eine geraume Zeit benötigt, um sich mit einer schlagkräftigen Band zurückzumelden. Als „Burn My Eyes“ dann endlich erschien, setzte die Scheibe sofort neue Standards. Flynn, der bei Vio-Lence nicht über die Rolle des Gitarristen hinausgekommen war und bei seinem neuen Projekt auch den Gesang übernahm, ging nun konsequent daran, seine eigene musikalische Vision umzusetzen. Wie die aussah, demonstrierte schon der eindrucksvolle Opener ´Davidian´: Versehen mit einem überfetten Groove, Killerriffs und der heute legendären Textzeile „Let freedom ring with a shotgun blast“, avancierte der Track schnell zur Bandhymne. Der Oakland-Vierer ballerte aus allen Rohren, hievte gleichzeitig den typischen Bay Area-Thrash Metal auf ein moderneres Niveau und wurde so unversehens zum (Mit-)Auslöser der Nu Metal-Bewegung.

Jeder pickelgesichtige Baggypants-Träger (alle anderen natürlich auch) sollte sich darüber im Klaren sein, dass es einen Großteil der heute ach so hippen Chartstürmer vermutlich gar nicht geben würde, wenn Robb Flynn & Co. diesen Sound nicht schon vor Jahren maßgeblich mitkreiert hätten. Wie so oft haben auch MACHINE HEAD als Pioniere des Genres nie den ihnen zustehenden Erfolg gehabt; aber der Oakland-Vierer kann zumindest für sich in Anspruch nehmen, mit „Burn My Eyes“ Standards gesetzt zu haben, an denen sich auch heute noch zahlreiche Bands vergeblich versuchen.

Autor:
Thomas Kupfer

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.