Review

Reviews 6.0

METALLICA

Lulu

Label: Mercury/Universal
Ausgabe: RH 295

Wenn im Feuilleton Leute, die keine Ahnung haben, über Projektplatten, die sie nur intellektuell begreifen können, Lobeshymnen abseilen, weil da so völlig unterschiedliche Musiker aufeinandertreffen (Wahnsinn!), ist immer Vorsicht geboten. Und wenn dann Lars Ulrich noch herumposaunt „Wir haben den Begriff Metal in unserem Namen, aber wir können alles“, erwartet man schon nix Gutes von „Lulu“. Und Gutes kommt dann auch wenig. Der zerbrechlich-spröde, im Unplugged-Rahmen durchaus charismatische Gesang Lou Reeds und METALLICAs kilometerbreite Riffsalven passen ungefähr so töfte zusammen wie Panzer und Dreiräder. Noch schlimmer wird´s, wenn Hetfield Backings grölt oder er und Hammett in ruhigeren Passagen nichts mit ihren Gitarren anzufangen wissen und meinen, jetzt mal gerade irgendwelchen Krach spielen zu müssen, weil der so herrlich avantgardistisch zum ach so tiefsinnigen Textkonzept passt. Einige Nummern wie ´Iced Honey´ oder ´Mistress Dread´ kann man sich durchaus anhören, überlange Nervensägen der Marke ´Dragon´ sind hingegen einfach nur ärgerlich. Wie schon bei „Load“/„Reload“ und „St. Anger“ gilt auch für „Lulu“: Muss so was sein, METALLICA?

Autor:
Michael Rensen
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