Review

Reviews 8.0

LUCA TURILLI

King Of The Nordic Twilight

Ausgabe: RH 149

Nach den überaus erfolgreichen Rhapsody-Alben versucht es deren Gitarrist LUCA TURILLI nun mit seinem ersten Soloalbum, und wie schon die beiden Rhapsody-Scheiben ist auch "King Of The Nordic Twilight" ein Garant für epischen Klassik-Metal. Wobei allerdings die klassischen und teilweise folkloristischen Aspekte wesentlich deutlicher die Oberhand behalten, weswegen reine Headbanger aufgrund der streckenweise opernhaften Züge schon den einen oder anderen Schrecken davontragen dürften. So leistet sich Mr. Turilli mit dem ruhigen "Princess Aurora" eine orchestrale Balladen-Hymne, die von der isländischen Opernsängerin Rannveig Sif Sigurdardottir (Kultname!) (dürfte auf Island ungefähr so außergewöhnlich sein wie hierzulande "Hans Meier"... - Red.) klassisch interpretiert wird. Aber auch schnellere Nummern wie "The Ancient Forest Of Elves" oder "Black Dragon" sind versetzt mit opulenten Chören, verschiedenen Folklore-Parts und wuchtigen Klassik-Passagen. So finden sich neben Standard-Metal-Instrumenten auch Flöten, Violinen, Cembalos und ein Piano, die diesen ersten Teil einer als Trilogie geplanten Metal-Oper bereichern und interessant gestalten. Unter der klangtechnischen Mithilfe von Heavens Gate-Mastermind Sascha Paeth entstand so ein vielschichtiges Klassik-Metal-Album, das locker neben den Rhapsody-Werken bestehen kann. Für Epic-Freunde, aber auch für experimentierfreudige Musikliebhaber ist "King Of The Nordic Twilight" ein gefundenes Fressen. Der Balance-Akt zwischen zwei völlig verschiedenartigen Musikstilen ist LUCA TURILLI auf jeden Fall gut gelungen!

Autor:
Frank Trojan

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