Review

Reviews 6.5

LOUDNESS

Engine

Ausgabe: RH 152

Man wird wohl nie sicher sein können, womit LOUDNESS als nächstes um die Ecke kommen. Musikalisch sind sie genauso unvorhersehbar wie ihre Songtitel durchgeknallt. Dennoch ist die japanische Veteranenband unglaublicherweise bei ihrem mittlerweile 14. Album angelangt. Während man allerdings, mit so vielen Scheiben in der Hinterhand, davon ausgehen sollte, daß sie sich mittlerweile in eine Art metallische Status Quo verwandelt haben, zeigt die Wirklichkeit, daß sie nur noch entschiedener in Richtung Crazyville vorstoßen. Beinahe sogar zu entschieden. Nach dem spukhaften Intro und dem tuckernden Heavy-Rock'n'Roll von 'Bug Killer' beginnt "Engine" in alle Richtungen zu feuern. 'Twist Of Chain' ist Alternative-Noise mit Bowie-Schlagseite, ein Videospiel-Soundtrack mit Comicbuch-Schurkenstück-Thema. 'Burning Eye Balls' hat was von Led Zeppelin und deren mystischem Eastern-Trip - inklusive einiger "Bad acid"-Abfahrten, die sich irgendwie dazwischen gemogelt haben. Und 'Bad Date/Nothing I Can Do' ist schlicht und einfach gequirlter Psychedelic-Unfug. Ein Großteil des Albums ist von derart vielen unterschiedlichen Vorbildern abhängig, daß es ein wenig zu viel auf einen Schlag scheint, um richtig damit warm zu werden, selbst nach wiederholtem Reinhören. Ganz zu schweigen davon, daß sie einst im Mai einfach eine Power Metal-Band unter vielen waren...

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