Review

Reviews 5.0

LOUDNESS

Dragon/Ghetto Machine

Ausgabe: RH 143

"Die neue Loudness, das ist bestimmt was für dich. Mach' mal das Review", sagte Albrecht und wußte nicht, was er mir damit antat. Zumal die Doppel-CD nicht nur das neue Album "Dragon", sondern auch die ultraschwache '97er Scheiblette "Ghetto Machine" beinhaltet, die mit ihrem Alternative/Neo-Thrash-Bastard-Sound ungefähr so spannend wie 'ne "Polizeiruf 110"-Folge ist. Doch was soll's, schlechter kann es ja kaum noch kommen. Dachte ich zumindest. Bis ich "Dragon" das erste Mal durch den Discman jagte. Wenn man eine CD in Düsseldorf-Benrath einlegt und schon kurz vor Leverkusen mit seinem Schicksal hadert, ist das nicht das allerbeste Zeichen. Was Akira Takasaki & Co. auf dem 12-Tracker abliefern, definiert den Begriff "Langeweile" fast schon neu. Völlige Nullnummern wie die im Nichts endenden 'Wicked Witches' und 'Babylon' oder das waaaaahnsinnig "atmosphärische" 'Voodoo Voices' demontieren den guten Ruf, den sich Japans führende Metal-Band in den Achtzigern aufgebaut hat. Neue Einflüsse schön und gut: Nur sollte man für solche Sounds zumindest den Anflug eines Gespürs haben. Wenn LOUDNESS es mit diesem Album schaffen, sich erneut in Europa zu etablieren, trinke ich ein Jahr kein Bier mehr. (Leute, kauft das Album in Massen - wir wollen sehen, ob Boris das durchhält! - Red.) Und jetzt pfeife ich mir erst mal 'Esper' rein. Denn besser is' das.

Autor:
Boris Kaiser
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