Review

Reviews 7.0

LORD DYING

Poisoned Altars

Ausgabe: RH 333

Relapse/Rough Trade (36:45)
Wer sich nach dem Weihnachtsbraten wieder zu fett fühlt, sollte mal in „Poisoned Altars“ reinhören. Angesichts der Schwergewichte von LORD DYING würden sich selbst Herren vom Format eines Kirk Windstein wieder schlank vorkommen, und das ist auch schon ein gutes Stichwort: Der Portland-Dreier hat offensichtlich ganz gerne mal bei Crowbar gelauscht, die Wampe dabei allerdings auch in Richtung Kylesa und High On Fire ausgestreckt. Jetzt verdrücken sie über die großen Männerthemen ein paar dicke Tränen der Wut, ertränken ihre Trauer in Bourbon oder Sludgecore und brüllen der Beratungshotline für gestrandete Existenzen noch ein verzweifeltes „Fick dich doch selbst!“ ins Telefon. Dass sie auf ihrem zweiten Album vor lauter Trauerwut zwischendurch vergessen, auch mal einen guten Song zu schreiben, ist schon okay. ´ne knappe Sieben, weil gerade Weihnachten war und die Jungs offensichtlich sonst niemanden haben.

Autor:
Wolfgang Liu Kuhn
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.