Review

Reviews 8.0

LORD BELIAL

Angelgrinder

Ausgabe: RH 182

Im unermüdlichen Kampf gegen Kirche, Staat und Religion sind die schwedischen Satansbraten LORD BELIAL zur nächsten Runde der Schlacht angetreten. Ein Bauernopfer namens ´Purify Sweden´ musste erbracht werden, um Vertriebe und Plattenfirma zu besänftigen. Trotz des Wegfalls dieses Songs kann man den Schweden für ?Angelgrinder? einen umgedrehten Heiligenschein ausstellen. Massiv, brachial und verdammt heavy tönt es aus den Boxen. Die Klampfen sägen und rattern, die geschickt eingewobenen Akustik- und Flöten-Parts, gefolgt von tonnenschweren Refrains, sind gekonnt und spannend arrangiert. LORD BELIAL erbrechen sich zum Glück nicht in der tausendsten Prügelorgie, sondern lassen es während der gesamten Spielzeit deutlich entspannter angehen als früher. ´Unrelenting Scource Of War´ kann man sogar als Verbeugung an alte Dark Tranquillity sehen, und die harmonischen Leads würden sogar Hammerfall-Fans begeistern. Mit ´Satan Divine´ gibt es zudem eine Neueinspielung des Klassikers vom Debüt ?Kiss The Goat?. Auch der Mut der Band zu absichtlichen Disharmonien und ziemlich schrägem, eher typisch amerikanischem Death Metal-Riffing mit einer Prise Carcass-Verrücktheit hat man in dieser Form von LORD BELIAL noch nicht gehört.

´Ungodly Passage´ ist ein Paradebeispiel für die neuen musikalischen Horizonte, die die Band mit ?Angelgrinder? erschlossen hat. Besonders die Gitarrenabteilung strickt immer wieder geschickt kleine Häppchen Folk und Rock mit ein, was insofern überrascht, da sich die Kerls rein optisch kompromisslos wie eh und je gebärden. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass auch eine Menge Leute außerhalb der Black Metal-Zielgruppe an ?Angelgrinder? gefallen finden könnten.

Autor:
Volkmar Weber

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