Review

Reviews 8.0

LION'S SHARE

Emotional Coma

Ausgabe: RH 242

AFM/Soulfood (50:06)

1999 sah es mal richtig gut aus für LIONS SHARE, hatte man mit „Fall From Grace" doch ein Album am Start, das vom großartigen Gesang bis hin zu einer selten inspirierten Coverversion (´The Day The Earth Caught Fire´) einigermaßen begnadet war. Es folgten ein Nachfolger mit neuem Fronter und ganze sechs Jahre Funkstille. Nun ist die Band also zurück, diesmal mit Patrik Johansson (u.a. Astral Doors) als Sänger und dezent verändertem Sound. Roher und erdiger klingen LIONS SHARE heute, mit einer Mischung aus Power- und mittelschnellem Doom Metal, die nicht nur wegen des Gesangs zuweilen an Sabbaths „Dehumanizer" oder Dios unterbewertete „Strange Highways"-Göttergabe erinnert. Dabei macht es einem „Emotional Coma" mit seinen rauen Riffs, eher wenig eingängigen Melodien und einem etwas zu dünn geratenen Sound nicht eben einfach. Nimmt man sich aber ein wenig Zeit, entdeckt man, dass sich gegen Ende des Albums mit ´Trafficking´ und ´Hatred´s My Fuel´ zwei amtliche Ohrwürmer verstecken und nach einigen Durchläufen auch Stoff wie der recht melancholische Titelsong, das schnelle ´Toxication Rave´ und überhaupt der ganze Rest dieser enorm stimmigen Platte Suchtpotenzial entfaltet.

Als Bonus gibt´s ein sehr tolles und vor allem unglaublich stark gesungenes Cover der Angel-Witch-Gänsehaut-Hymne ´Sorcerers´.

Welcome back!

Autor:
Tobias Blum
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