Review

Reviews 7.5
Modern Metal Industrial

LINDEMANN

F & M

Label: Vertigo/Universal
Dauer: 43:11
Erscheinungsdatum: 22.11.2019
Ausgabe: RH 391

Die zweite Platte von Till Lindemann (Rammstein) und Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) ist mit „F & M“ betitelt, und die größte Veränderung zum Debüt „Skills In Pills“ dürfte wohl sein, dass Lindemann in seiner Muttersprache statt auf Englisch singt. Textlich bewegt sich der Rammstein-Fronter in gewohnt bizarr anmutenden Themen. So werden Fress-Sucht (´Allesfresser´), Fetisch-Sex (´Knebel´, ´Gummi´) und persönliche Widersprüchlichkeiten (´Ich weiß es nicht´) thematisiert. Musikalisch agiert man glücklicherweise nicht immer in der Rammstein- oder Pain-Fahrrinne. Gerade ´Knebel´ klingt zu Beginn wie ein geniales Seemannslied, zu welchem Till ungewohnt melodisch singt, bevor es dann plötzlich explodiert und man auch mal ordentlich was auf die Fresse bekommt. ´Ach so gern´ mutet wie ein Berliner Zwanziger-Jahre-Chanson an und bietet damit eine interessante Abwechslung zum sonstigen Industrial-Sound. Zwar enthält die Platte auch ein paar unspektakuläre Kompositionen, doch wenn man Fan der beiden ist, kann man hier bedenkenlos sein Geld gegen Musik tauschen.

Autor:
Stefan Hackländer
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