Review

Reviews 6.5

LAMERA

Mechanically Separated

Ausgabe: RH 303

Transhumanz/Soulflavors (53:10)

Wenn fünf Mannheimer den Entschluss fassen, fortan Core-Elemente mit Thrash-Passagen zu mixen, ruft das bei der akuten Lage kaum noch Euphorie hervor. Zu überfüllt und ideenlos scheint der ganze Strang dieser Gattungskreuzung seit Jahren zu sein. Schlechte Karten also, die LAMERA da im Vorfeld haben. Die Überraschung: Auch wenn „Mechanically Separated" keinesfalls der große Wurf geworden ist, erkennt man hier mehr Ideenreichtum als bei den meisten anderen Bands, die sich dem Thrashcore-Gebräu verschrieben haben. Vor allem die instrumentalen Melodie-Einsprenkler können der sonst oft stumpf wütenden Musik eine andere Schlagseite verpassen, die es zukünftig auszubauen gilt. In den Momenten, in denen LAMERA nämlich ausschließlich auf das vertrauen, was in dieser Szene üblich ist, wirken sie verdammt lahmarschig.

Autor:
Dorian Gorr
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