Review

Reviews 9.0

LAMB OF GOD

Sacrament

Ausgabe: RH 234

(46:08)

LAMB OF GOD sind die Extrem-Metal-Band der Stunde. In den USA knallte „Sacrament“ bereits auf Platz acht der Albumcharts, und auch in der alten Welt rütteln die Herren aus Virginia, trotz einer leichten stilistischen Kurskorrektur bei Album Nummer vier, gehörig am Thron von Araya, King & Co. Von seiner ruppigen Aggression hat das Quintett nichts eingebüßt. Dafür sorgen die messerscharfe und in allen Bereichen ultrafette Produktion sowie das gut platzierte Blastbeat-Geballer von Chris Adler. Im Gegensatz zum Vorgänger „Ashes Of The Wake“ klingt „Sacrament“ allerdings düsterer und gezügelter. Fast in jedem Stück betonen Soli das nach wie vor rifforientierte Songwriting der Jungs, die Gitarrenfraktion wagt sich mutig in ausgebremste und gelegentlich von einem rockigen Southern-Groove getränkte Sphären vor, und Front-Maniac Randy Blythe tauscht seine mit gurgelnden Stimmbändern rausgekotzten Growls regelmäßig gegen beißende, black-metallische Schreie ein.

Wenn einige Nummern im Mittelteil der Platte einen griffigeren Charakter hätten, der im höllischen Geschwindigkeitsrausch Akzente setzt, wäre man fast geneigt, die Höchstnote zu zücken. So liefern LAMB OF GOD jedoch „nur“ eine der berauschendsten und trotz aller stilistischen Differenziertheit kompromisslosesten Metal-Scheiben des Jahres ab.

Autor:
Conny Schiffbauer

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