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LAMB OF GOD

As The Palaces Burn

Ausgabe: RH 331

(Sony)
Eigentlich sollte Don Argott für LAMB OF GOD eine Doku über Die-hard-Fans in exotischen Ländern produzieren, bei der die Band nur am Rande eine Rolle spielen sollte. Durch die Festnahme von Randy Blythe in Prag und die Anklage wegen vorsätzlichen Totschlags eines Fans (den er absichtlich von der Bühne gestoßen haben soll und der später seinen Verletzungen erlag) nimmt der Film eine überraschende und fesselnde Wendung. Blythe sitzt 38 Tage in Haft und wird erst gegen eine Kaution von 400.000 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt. Argott fängt sowohl die berührenden Bilder von Randys Heimkehr ein als auch den wenige Monate später stattfindenden, zermürbenden Prozess in Prag, bei dem Randy bis zu zehn Jahre Haft drohen (letztlich kommt es zu einem Freispruch).
Argott beweist nach der Pentagram-Doku „Last Days Here“ einmal mehr, wie gut er sich das Vertrauen der Protagonisten erarbeiten kann, wodurch er auch mit der Kamera draufhalten darf, wenn die Musiker sich die eine oder andere Träne wegdrücken müssen. Dadurch ist „As The Palaces Burn“ ein sehr emotionaler Film geworden, der aufgrund seiner Abkehr von den üblichen musikbezogenen Themen in der gleichen Liga wie Metallicas „Some Kind Of Monster“ und „The Story Of Anvil“ spielt. Nachdem der Streifen Anfang des Jahres im Kino zu sehen war, ist er nun auch mit reichlich Bonusmaterial auf DVD erhältlich: Neben einem ausführlichen Q&A mit der Band und Argott finden sich auf der zweiten DVD 90 Minuten größtenteils sehenswertes Bonusmaterial. Neben weiteren Fanporträts enthält die Bonus-DVD auch die kompletten Interviews mit Slash und dem verstorbenen Gwar-Fronter Oderus Urungus, der sowohl mit als auch ohne Maske viel zu sagen hatte. Das einzige Manko: Beide DVDs sind komplett untertitelfreie Zone.

Autor:
Ronny Bittner
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