Review

Reviews 8.5

LABYRINTH

Return To Heaven Denied

Ausgabe: RH 134

Das Warten hat sich gelohnt! Nachdem die italienische Formation mit der EP "Piece Of Time'' hoffnungsvoll durchgestartet war und mit dem ersten Longplayer "No Limits'' ein Speed Metal-Geschoß par excellence abfeuerte, verabschiedete sich Fronter Fabio Lione in Richtung Rhapsody. Gottlob haben LABYRINTH nicht den Kopf in den Sand gesteckt (oder den Sand in den Kopf - mb), sondern fleißig an neuem Material gewerkelt. Der Lohn ist ein Deal mit Metal Blade, bei denen sich die Band mit einem starken Zweitling bedankt. Der zielstrebig runtergeholzte Melodic Speed-Sound kann vom ersten bis zum letzten Ton überzeugen und verzichtet gottlob auf überflüssigen Schnickschnack in Form von Bombast- und Klassikeinlagen. Dadurch hebt man sich angenehm ab von Acts wie Rhapsody oder Stratovarius, obwohl man in derselben Liga spielt. Erfreulicherweise nimmt man den Fuß selten vom Gaspedal und schüttelt sich tonnenweise prägnante Killerriffs und Hooks aus dem Ärmel. Das Einstiegsdoppel 'Moonlight' und 'New Horizons' macht mächtig Druck, und mit dem fantastischen 'Lady Lost in Time', der Hymne 'Thunder', dem von schönen Gitarrenleads getragenen 'Heaven Denied' und dem Rausschmeißer 'Die For Freedom' hat man vier weitere Granaten im Gepäck. Für etwas Abwechslung sorgen die Halbballade 'The Night Of Dreams' und das Instrumental 'Feel'. Da das musikalische Klima diesem Sound derzeit wohlgesonnen ist und der Großteil unserer Leserschaft nach Nachschub giert, müßte "Return To Heaven Denied'' einschlagen wie eine Bombe. Wetten, daß uns hier die nächste True Metal-Sensation ins Haus steht?

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos