Review

Reviews 8.0

LABYRINTH

Labyrinth

Ausgabe: RH 194

(52:10)

Auf ihrem letzten Album sah es fast so aus, als sollte den Italienern so langsam die Puste ausgehen. Daher wundert es nicht, dass nach einer dreijährigen Auszeit einige Änderungen anstehen: Da wäre zunächst der Wechsel der Plattenfirma von Metal Blade zu Century Media, ein neues Logo, der Ausstieg von Kreativkopf und Gitarrist Olaf Thörsen (erstklassiger südländischer Künstlername...) und ein leichter Stilwechsel, hin zu mehr Eigenständigkeit. Hinzu kommt ein typisch vielschichtiges Travis-Smith-Cover. Vor diesem Hintergrund tut man dem Quintett Unrecht, wenn man es in einen Topf mit der überflüssigen und nervtötenden italienischen Legion aus Helloween- und Stratovarius-Clones wirft. Natürlich stehen LABYRINTH weiterhin für melodischen Power Metal mit Klassikanleihen und Progressivansätzen (insbesondere im Keyboardbereich). So abwechslungsreich und ausgereift wie heute gingen die Südländer allerdings noch nie zur Sache. Man hat die Kreativpause positiv genutzt und meldet sich eindrucksvoll als Aushängeschild der italienischen Metal-Szene zurück.

Autor:
Wolfram Küper
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