Review

Reviews 8.5

LABYRINTH

Freeman

Ausgabe: RH 214

(47:10)

Die Italiener LABYRINTH sind offenbar mit einem Schlag erwachsen geworden. Das sieht man nicht nur daran, dass sie auf ihrem fünften Longplayer „Freeman" endlich ihre dämlichen Pseudonyme abgelegt haben; nein, die Scheibe klingt auch wesentlich reifer und spannender als alles, was sie vorher aufgenommen haben (na ja... - bk).

Dass LABYRINTH exzellente Musiker sind, beweisen sie natürlich auch auf „Freeman" erneut; völlig verschwunden sind aber glücklicherweise diese so genannten „happy melodies", die ihnen auf den vorangegangenen Releases einen etwas zu starken Hauch von Kitsch verliehen haben. Oders anders ausgedrückt: LABYRINTH hört man ihre italienische Herkunft ganz und gar nicht mehr an. Stattdessen zelebrieren sie jetzt sehr proglastigen Metal, der reichlich an Härte zugelegt hat. Was nicht nur die thrashigen Parts in ´Deserter´, ´Face And Pay´ oder ´Nothing New´ unterstreichen. Nein, man experimentiert mutig in alle Richtungen, arbeitet mal mit warmen Hammond-Tönen, mal mit kalten Elektro-Loops, kommt trotz aller Komplexität stets direkt auf den Punkt und hat dabei Melodiebögen in petto, die sich schnell in den Gehörgängen festfräsen.

Reife Leistung, meine Herren!

Autor:
Frank Albrecht
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