Review

Reviews 8.5

KNORKATOR

Hasenchartbreaker

Ausgabe: RH 146

Drei Gestalten glotzen auf dem CD-Cover so intelligent wie U-Boote, sind mit peinlichst-kultigem Corpsepaint vollgepinselt, haben Raffzähne - und nennen ihr Prachtstück "Hasenchartbreaker". Ganz klar: KNORKATOR, die Kultivierung des schlechten Geschmacks, gehen in die zweite Runde. Man kann das Trio richtig scheiße finden und muß sich dafür nicht einmal schämen. Man kann aber auch mit den Ergüssen dieses Chaotendreiers herzhaft lachend über die Runden kommen. Erneut bewegt sich Berlins Kultband im Dreieck Industrial Metal, EBM und Darkwave, zwar durchweg plakativ, aber immer auf den Punkt gespielt. Da wird ganz frech bei Oomph! und Rammstein geklaut und deren tougher Sound mit schräg-witzig-geschmacklosen Texten fast schon lächerlich gemacht (Anspieltip: 'Schlüpfer'). Böse Musik für sonnige Gemüter...Außerdem verwandeln die Kaputniks Melancholie-Klänge, die zeitweise an Dead Can Dance oder Qntal erinnern, in pure Lachnummern ('Hardcore', 'Weg nach unten'). Daß die Respektlosigkeit von KNORKATOR keinerlei Grenzen und Hemmschwellen kennt, beweisen sie mit ihrer schleppenden, verträumten Version von 'Highway To Hell'. Gerüchte besagen, daß die Herren Angus Young und Götz Kühnemund bereits Morddrohungen gen Berlin abgeschickt haben. Highlight dieses Album ist aber die superbe Coverversion von 'Geh zu ihr' - noch nie klangen die Puhdys so toll...

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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