Review

Reviews 8.5

KETZER

Endzeit Metropolis

Ausgabe: RH 298

Iron Bonehead/NecroShrine Records (38:16)

Die Black-Thrasher aus Bergisch Gladbach, die noch vor einigen Jahren als talentierteste deutsche Metalband in der U-20-Liga galten, sind „erwachsen“ geworden. Im Zusammenhang mit räudigem, brutalem (Thrash-)Metal heißt das meist nichts Gutes, ist es doch eine mehr oder weniger nette Umschreibung für geschliffeneres Songwriting oder das Abtragen von Ecken und Kanten. „Erwachsenere“ Bands haben meist den ungestümen Spirit und die naive Energie ihrer Anfangstage verloren, um ein paar mehr Platten ans Mainstream-Publikum verscherbeln zu können.

Bei KETZER ist das anders (auch eine Floskel, ich weiß, aber eine zutreffende). Hier paart sich herausragene Musikalität (man höre z.B. ´Farewell, Fade Away´ oder ´He Who Stands Behind The Rows´) mit „australischer“ Power (Deströyer 666, Gospel Of The Horns, Razor Of Occam), die stellenweise sogar Watain-Grade erreicht. Thrash Metal kann man weder anspruchsvoller (im Sinne von melodischer) noch härter spielen, weshalb man KETZER sogar noch eine kleine Steigerung zu ihrem starken Debüt „Satan´s Boundaries Unchained“ (2009) attestieren kann. Alles richtig gemacht also! Story folgt im nächsten Heft.

Autor:
Götz Kühnemund
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