Review

Reviews 8.5

KEILERKOPF

Keilerkopf

Ausgabe: RH 138

KEILERKOPF - so ein martialischer Bandname weckt Assoziationen zu Kraftmeiern der Sorte Rammstein, Richthofen und Weissglut. Eine weitere Gruppe der sogenannten Neuen Deutschen Härte also? Mitnichten. Das Ulmer Trio singt zwar deutsch und klingt stellenweise durchaus auch hart, wildert aber dennoch in einem anderen Revier. KEILERKOPF stehen nämlich vielmehr der deutschen HipHop-Posse nahe und sind im Spannungsfeld zwischen Fanta 4 (unter anderem 'Jederzeit') und dem Rödelheim-Projekt ('Wie es ist und wie es war' & 'Die Tüte') anzusiedeln. Was diese Plattenkritik dann im RH zu suchen hat, fragt ihr euch? Nun, knapp die Hälfte der Songs wird von knackigen Metal-Gitarren gewürzt und tendiert dadurch in Richtung Crossover. Während 'Godzilla' und 'Keilerkopf' etwas stumpf ausgefallen sind, entpuppen sich die Single-Auskopplung 'Niemand' und das amüsante 'Deine Mutter kann nicht kochen' als Ohrwürmer erster Güte. Trotz der schicken Pudelmatte von Axeman Achim dürfte das zwar nicht reichen, um True-Metaller in Entzückung zu versetzen, aber aufgeschlossenere Leser, die gerne mal das Tanzbein schwingen und/oder sich ab und zu auch smoothere Sounds einfahren, sollten dieses starke Debüt unbedingt einer Tauglichkeitsprüfung unterziehen.

Autor:
Marcus Schleutermann

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