Review

Reviews 8.5

KAMELOT

Silverthorn

Ausgabe: RH 306

Steamhammer/SPV (56:26)

Dass KAMELOT mit einem anderen Sänger als Roy Khan funktionieren können, konnte man sich lange Zeit überhaupt nicht vorstellen. Nach dem Ausstieg des Norwegers hatten die Fans zum Glück Zeit, sich auf der Tour an eine andere Interpretation der KAMELOT-Tracks zu gewöhnen, was nicht so schwer fiel wie befürchtet, denn Vision-Divine/Rhapsody-Of-Fire-Sänger Fabio Lione machte einen tollen Job. Nun erscheint das erste Album mit dem neuen offiziellen Frontmann Tommy Karevik, dem es zugute kommen dürfte, dass es besagte Tour ohne Khan gab, bei der der Schwede im Übrigen ebenfalls dabei war, allerdings überwiegend im Background agierte. Abgesehen von dem „weichen" Übergang beim Wechsel am Mikrofon kann Karevik aber auf etwas viel Entscheidenderes bauen: seine überragende Stimme. Der Schwede meistert alle Stimmlagen spielend, singt sehr variabel und schafft es, die für den KAMELOT-Sound erforderliche Dramatik mit einer eigenen Stimmfarbe rüberzubringen, die zumindest für meine Ohren sogar etwas harmonischer, weil wärmer klingt als die von Khan (´Falling Like The Fahrenheit´, ´Torn´, ´My Confession´). Musikalisch ist das Werk angenehm hart und gitarrenlastig ausgefallen, hat den typischen bombastischen KAMELOT-Sound und glänzt mit unverzichtbaren Elementen wie Kinderchor (´Silverthorn´), Frauengesang (´Veritas´, ´Sacrimony´) und Mehrteiligkeit (´Prodigal Son´).

Autor:
Jenny Rönnebeck
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