Review

Reviews 9.0

JUDAS PRIEST

Stained Class

Ausgabe: RH 312

FenrizView

Columbia/Sony (43:53)

Wir sind uns wohl alle darin einig, dass der klassische Heavy Metal vom schweren Bluesrock der späten Sechziger und frühen Siebziger abstammt. Aber wo genau fing er an? Welches Album ist das Verbindungsstück zwischen (bluesigem) Hardrock und reinem Metal? Nun, es ist „Stained Class“. Der Opener ´Exciter´ übernimmt die schnelleren Deep-Purple-Nummern und macht daraus den ultimativen Speed-Metal-Song aller Zeiten. Und weil der Track zudem einen klassisch inspirierten Mittelteil und ein paar Double-Bassdrums hat, startete er auch gleich noch das Power-Metal-Genre. 1978! Und nicht nur das - auch das langsamere Material auf „Stained Class“, das eigentlich auf ´The Ripper´ (1976) zurückgeht, war absolut wegweisend. Gleichzeitig waren sich JUDAS PRIEST immer ihrer Wurzeln bewusst, indem sie z.B. Spooky Tooth coverten. Saxon müssen den Titelsong, ´Stained Class´, geliebt haben, und das Solo in ´Beyond The Realms Of Death´ hat zwei Teenagern namens Hetfield und Hammett garantiert schlaflose Nächte bereitet. ´Invader´, ein toller Midtempo-Song, wurde erfolgreich von Metal Inquisitor gecovert. „Stained Class“ hat keinen einzigen schwachen Moment und beweist zu jeder Sekunde, dass alle Metal-Spielarten der frühen Achtziger irgendwie auf Priest und eben dieses Album zurückgehen. Ich verneige mich voller Respekt, denn ohne „Stained Class“ wäre der Metal zweifellos ärmer.

Dass ich trotzdem keine Zehn gebe, liegt an der Tatsache, dass Judas Priest trotzdem nie meine absolute Lieblingsband waren. Das sind Iron Maiden.

Autor:
Fenriz
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