Review

Reviews 6.5

JOHN 5

Vertigo

Ausgabe: RH 208

(42:28)

Jahrelang tourte John Lowery als Gitarrist an der Seite von Marilyn Manson durch die Welt und war maßgeblich am Songwriting der letzten Alben des „God of Fuck“ (also bitte, Conny! - Red.) beteiligt. Nach seinem Rauswurf bei Manson im Frühjahr diesen Jahres konzentrierte sich der Bluegrass-Fan, der u.a. auch bei dem Rob-Halford/Trent-Reznor-Projekt Two die Saiten zupfte, auf seine Solokarriere und spielte in nur wenigen Wochen unter dem Namen JOHN 5 das Instrumental-Album „Vertigo“ ein. 13 Stücke lang überrascht Lowery mit einem kurzweiligen, abstrusen Mix aus fetten Industrial-Riffs, klassischen Rocksoli, verspielten Jazzpassagen, verzerrten Samples und swingenden Countrysongs. Die groteske Kombination aus bierseligem Saloon-Feeling und neurotischem Noise-Szenario repräsentiert Johns breit gefächerten Musikgeschmack, der von Prince bis Jimi Hendrix reicht.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Trotz Lowerys Talent hat „Vertigo“ eher den sterilen Charakter einer Visitenkarte oder einer Demo-Scheibe für weitere Bewerbungen als den eines gewachsenen Albums mit Herz und Seele. Man vermisst den roten Faden, das hörbare Zusammenspiel einer Band und eine musikalische Akzente setzende Person am Mikro.

Autor:
Conny Schiffbauer
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