Review

Reviews 6.0

J.B.O.

Killeralbum

Ausgabe: RH 292

Megapress/Soulfood (49:54)

Humor ist relativ. Während Bands wie Manowar zu Realsatire verkommen, bezeichnen sich J.B.O. selber als Comedy/Metal und bleiben auch mit ihrem aktuellen Album schwer kategorisierbar. Unabhängig davon spaltet die Truppe aus Erlangen. Beinharte Maiden-Fans dürften so bereits mit der Geschlechtsumwandlung von Eddie auf dem Cover wenig glücklich sein, andere können darüber schmunzeln. Ansonsten bewegt man sich an der Trennlinie zwischen Comedy und Infantilität zu oft auf der falschen Seite. Startet das Album mit den ersten drei Nummern in gewohnter Manier, fällt anschließend das Niveau stetig ab (Tiefpunkte: ´Dadadidadadadei´ und ´Armageddon´), und man kann teilweise weder textlich noch musikalisch überzeugen. Aufgrund rechtlicher Probleme hat man diesmal nur drei fremde Songs - ´Dr. Med.´, ´Jenseits´ und ´Nein Mann´ (mit Doro als Gast) - umarrangiert und versucht es ansonsten mit eigenem Material und Mini-Gags. Wer in den Ansagen von Andi Deris und Tobias Sammet Humor erkennen kann, liegt hier vielleicht richtig, ansonsten muss man sich einige Nummern schönsaufen.

Autor:
Wolfram Küper
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