Review

Reviews 8.5

IRON WALRUS

Insidious Black Sea

Ausgabe: RH 324

Redfield/Alive (29:28)

Manche Platten wurden nicht dafür geschaffen, sie mit dem Wort „schön“ zu umschreiben: IRON WALRUS wollen nicht nett sein. Hier geht es nicht um Melodien, nicht um ohrenschmeichelnde Refrains. IRON WALRUS sind - dem Bandnamen entsprechend - eine Walze aus glühender Lava. Ein Schmelztiegel aus Doom, Sludge und Hardcore. Eine Band, die niemals auch nur an der 100-bpm-Grenze kratzen würde. „Insidious Black Sea“ ist starkes Futter für Crowbar-Maniacs, für EyeHateGod-Freaks, für Liebhaber der langsamen Totenmond-Songs oder Freunde von Klangexzessen der Marke Unsane. Slow, deep and hard sozusagen. Absolutes Highlight ist ´Erdbeermund´, das im Prinzip aus monotonen, aber intensiven, wiederkehrenden Riffs und Beats besteht und bei dem man anstelle von Gesang Klaus Kinski dabei zuhören darf, wie er zwei Gedichte von François Villon vorträgt. Und zwar mit dem ihm gegebenen Wahnsinn in Stimme und Ausdruck. Genial. „Insidious Black Sea“ ist eine Platte, die wehtut. Hach, wat herrlich!

Autor:
Frank Albrecht
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