Review

Reviews 8.5

IRON SAVIOR

Rise Of The Hero

Ausgabe: RH 322

AFM/Soulfood (59:38)

Eine schlechte Platte haben IRON SAVIOR im Laufe ihrer mehr als 15-jährigen Karriere noch nicht veröffentlicht. Ganz im Gegenteil: Wenn es um gradlinigen Power Metal aus hiesigen Landen geht, spielen Piet Sielck und seine Crew traditionell in der ersten Liga. Daran ändert sich mit „Rise Of The Hero" rein gar nichts. Die Songs gehen ausnahmslos gut nach vorne, sind hervorragend produziert, toll gesungen und von erstklassigen Musikern eingespielt, weshalb es an dieser Stelle leicht fällt, Höhepunkte herauszustellen. Ausfälle bietet die Scheibe, mal abgesehen von der Mando-Diao-Coverversion ´Dance With Somebody´, die tatsächlich reine Geschmackssache ist, ohnehin nicht. In der Konsequenz ist den Hamburger Jungs mit „Rise Of The Hero" nicht weniger als eines der besten, wenn nicht sogar das beste deutsche Power-Metal-Album der letzten paar Jahre gelungen. Chapeau!


3 Fragen an IRON SAVIOR-Mastermind Piet Sielck:

Piet, seit dem Release von „The Landing" sind fast drei Jahre vergangen. Was habt ihr in der Zwischenzeit getrieben?

»Durch die Messlatte, die wir uns selbst gelegt haben, lastete ein ganz schöner Erfolgsdruck auf uns. Der ist für eine Verspätung von etwa einem halben Jahr verantwortlich. Der Wiedereinstieg unseres Bassisten Jan ist für mich persönlich das wichtigste Ereignis der vergangenen Jahre. Darüber hinaus habe ich meine Mitgliedschaft bei Savage Circus beendet, wodurch ich endlich wieder Zeit habe, als Produzent zu arbeiten. Außerdem konnte ich mit dem Thema Dockyard 1 (Piets ehemalige Plattenfirma - jp) endgültig abschließen. An dieser Stelle noch einen fröhlich gestreckten Mittelfinger an meine ehemaligen „Partner". Do me a favour: Drop dead!«

Wie würdest du die Entwicklung beschreiben, die ihr als Band seit eurer Gründung durchgemacht habt?

»Der wichtigste Aspekt ist, dass IRON SAVIOR heute als völlig eigenständige Kraft wahrgenommen werden. Den Projektstatus, den die Band in ihren Anfangsjahren durch Line-up-Wechsel und die Präsenz von Kai Hansen hatte, haben wir hinter uns gelassen. Spätestens seit dem Release von „Condition Red" vor mehr als zehn Jahren haben wir Album für Album bewiesen, dass wir uns auch ohne Kai ganz gut behaupten können. Musikalisch sind wir unserem Stil treu geblieben. Das mag manch einer als Mangel an Entwicklung deuten, aber wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Wir wollen, dass sich unser Rad besonders gut dreht.«

Werdet ihr die Platte mit einer Tour unterstützen?

»Dass wir nicht so viel spielen, hat einen einfachen Grund: Keiner von uns kann von IRON SAVIOR leben. Daher haben die „echten" Jobs immer Vorrang. Außerdem sind wir uns einig, dass alle Aktivitäten mit der Band eine Voraussetzung erfüllen müssen: Sie müssen uns Spaß machen. Leider macht es keinen Spaß, wochenlang als Support-Band ohne Gage durch die Lande zu ziehen. Da wir für unsere Verhältnisse in den letzten beiden Jahren recht viel unterwegs waren und jeden Auftritt genossen haben, möchten wir 2014 noch öfter spielen.« (jp)

Autor:
Jens Peters
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