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IRON MAIDEN

Legacy Of The Beast

Ausgabe: RH 374

(Nodding Frog)
Das wahrscheinlich bekannteste Band-Maskottchen der Welt ist längst in die Geschichte der Popkultur eingegangen. Auf mittlerweile 16 IRON MAIDEN-Albumcovern, als Protagonist in einer Comic-Reihe und eben im Mobile-Game „Legacy Of The Beast“ überwindet Eddie die Grenzen der Musik endgültig. Im Spiel wurde seine Seele von einer finsteren Macht in ihre Einzelteile zerschlagen und überall im Maiden-Universum verteilt. Um die Kräfte des Kult-Maskottchens zurückzuerlangen, muss der Spieler verschiedene Kampf-Schauplätze aus dem Band-Kosmos im klassischen Pokémon-Rundenkampf (hier jedoch mit drei aktiven Kämpfern) meistern. Die Gestaltung der Spielwelten stellt dabei einen engen Bezug zum Backkatalog her: So ist etwa das „Königreich der Sande“ ganz im Stil der ägyptisch angehauchten „Powerslave“-Scheibe gestaltet, während das „Schlachtfeld“ dem 2006er Album „A Matter Of Life And Death“ nachempfunden ist. Eine kürzlich eingeführte Arena in Kathedralen-Optik führt parallel zur aktuellen Europatour der britischen Metal-Legende das Bühnenbild fort. Und natürlich würde das Spiel seine volle Wirkung nicht ohne die Musik der Eisernen Jungfrauen entfalten. Die Horden angriffslustiger Gegner lassen sich zu den Klängen von ´The Wickerman´, ´Powerslave´ oder ´The Nomad´ umso besser vermöbeln. Trotz des eigentlich recht eintönigen Spielprinzips besticht „Legacy Of The Beast“ durch seine bunte Detailverliebtheit, alleine das Sammeln der unzähligen spielbaren Eddie-Inkarnationen und Nebenfiguren lässt einen immer wieder in Richtung Smartphone schielen. „Legacy Of The Beast“ ist kostenlos im Google Play Store und im App Store erhältlich.

3 Fragen an „Legacy Of The Beast“-Art-Director Llexi Leon:

Llexi, welche Ziele hast du dir für „Legacy Of The Beast“ gesetzt? Sind der Ausweitung des Maiden-Universums überhaupt Grenzen gesetzt?

»Im Moment kratzen wir nur an der Oberfläche. Bislang konnten wir noch nicht einmal alle geplanten Alben in das Spiel integrieren. „Killers“ und „Iron Maiden“ werden zum ersten Mal in der neuen „Night City“-Welt enthalten sein, die im Herbst freigeschaltet wird. Es gibt also noch einiges an Arbeit zu erledigen. Mit „The Final Frontier“ und „Somewhere In Time“ erschließen sich auch noch komplett neue Möglichkeiten für den Weltraum und die Zukunft.«

Ihr habt dem Spiel kürzlich eine Arena hinzugefügt, die mit ihrer Kathedralen-Optik dem Bühnendesign der Tour nachempfunden ist.

»Das ist ziemlich einzigartig in der Welt der Musik und Videospiele. Das Stage-Set der Live-Show von IRON MAIDEN wird in der virtuellen Welt für mehrere Monate fortgeführt. Ich habe noch nie zuvor gesehen, dass ein Gaming-Event ein lokales Ereignis in der realen Welt für mehrere Monate widerspiegelt. Videospiel-Freunde legen weite Strecken zurück, um die Band möglicherweise zum ersten Mal in ihrem Leben live zu sehen, während langjährige Fans das Spiel antesten und eine neue Interpretation der Live-Shows genießen können.«

Denkst du, dass es einen Punkt geben wird, an dem du mit „Legacy Of The Beast“ komplett zufrieden bist, oder wird es immer etwas zu verbessern geben?

»Wir alle wollen das Bestmögliche aus dem Spiel herausholen. Ich persönlich stecke viel Leidenschaft in meine Projekte und möchte eine herausragende Erfahrung für Fans und Maiden-Neuentdecker erschaffen. Sollten wir jemals an einen Punkt kommen, an dem wir das Gefühl bekommen, alles erreicht zu haben, dann werden wir uns um ein Sequel kümmern.«

Autor:
Simon Bauer

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