Review

Reviews 8.5

IQ

The Road Of Bones

Ausgabe: RH 325

GEP/Soulfood (53:13)
Das blöde Gemecker gleich vorweg: Ihre Überalben „Subterranea" und „Dark Matter" erreichen IQ auf ihrer zehnten Studioscheibe nicht ganz; zwei, drei etwas deplatzierte Keyboard-Licks und allzu rhythmusfixierte Parts (u.a. in ´The Road Of Bones´) sowie der einmal zu oft um die Ecke gedachte Refrain von ´Without Walls´ verhindern eine ähnlich intensive werkumspannende Atmosphäre wie auf den oben genannten Geniestreichen. Ansonsten glänzen die Briten aber auch auf ihrer zweiten Platte nach dem Ausstieg von Ur-Keyboarder Martin Orford mit wunderbar warmen, stressfreien, dabei jedoch nie kontur- oder zahnlosen Neoprog-Epen, die sich durch Peter Nicholls´ unverwechselbare Samtstimme und Mike Holmes´ originelle, von Drum-&-Bass- und Dance-Einflüssen geprägte Gitarrenarbeit nach wie vor extrem angenehm vom Großteil der Genre-Konkurrenz abheben. Der von knackigem Heavy-Riffing getragene Opener ´From The Outside In´, die sich grandios steigernde zweite Hälfte des Titeltracks, die vielen klanglichen Überraschungen des 19-Minüters ´Without Walls´ und das zwischendurch fast schon knüppelige ´Until The End´ dürften zum Besten gehören, was uns im Progrock-Sektor in diesem Jahr serviert wird.

Autor:
Michael Rensen
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