Review

Reviews 7.5
Black Metal

IMMORTAL

Northern Chaos Gods

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 42:18
Erscheinungsdatum: 05.07.2018
Ausgabe: RH 374

Von den ersten Sekunden des Titelstücks an macht IMMORTAL-Kopf Demonaz deutlich, dass er seinen im Unguten ausgeschiedenen Langzeitgefährten Abbath kein bisschen braucht. „Northern Chaos Gods“ bricht explosionsartig über den Hörer herein und gibt ihm nur dann Zeit zum Verschnaufen, wenn der Norweger, dessen Schlagzeuger Horgh diese Songs zu einer Lehrstunde in Sachen Extrem-Metal-Drumming mit Pfiff macht, seine epischen Neunziger-Sternstunden zitiert. Dies geschieht mit einigen sehr offensichtlichen Verweisen auf ´Blashyrkh (Mighty Ravendark)´, dessen Titel dann auch für gleich zwei neue Songs herhalten musste, wobei man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt. Trotzdem ist das Album keine reine Retro-Veranstaltung. So rasant die meisten Stücke auch ausfallen: Das Duo hat sie so dynamisch arrangiert, dass man den Eindruck gewinnt, mancher Part sei im Proberaum aus dem Stegreif ersonnen und beibehalten worden. Auch wenn wir es natürlich nicht mit einer Jam-Black-Metal-Band zu tun haben, können eben nur gestandene alte Hasen solche Haken schlagen, und mag sein, dass der eine oder andere Track hätte kürzer sein können und es mehr Melodien geben dürfte - eine Rückkehr in besserer Form wäre unvorstellbar gewesen.

Autor:
Andreas Schiffmann

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