Review

Reviews 7.5

ILL NINO

Till Death, La Familia

Ausgabe: RH 328

Victory/Soulfood (43:37)
Es gibt den Vorwurf, dass sich die Latino-Metaller ILL NINO nicht entscheiden können, ob sie eine eher weibliche Zielgruppe mit vielen Melodien und klarem Gesang oder eine männliche Zielgruppe mit hartem Riffing und wilden Grunzern ansprechen wollen. Gemessen an diesen Kategorisierungen ist „Till Death, La Familia“ tendenziell eher ein Jungs-Album, denn das Sextett klingt auf seiner siebten Platte so brutal wie lange nicht mehr. Zwar kommen eingängige Refrains und melodiöse Parts nicht zu kurz, und auch die vertraute Latino-Würze liegt über den elf Tracks, aber dennoch dominieren Uptempo-Beats, aggressive Gitarren und urwüchsige, zwischen Geschrei, Gegrunze und Würgen pendelnde Vocals über weite Strecken das Songwriting. Die Tribal-Sounds sind nicht ganz so prominent wie bei früheren Releases, stattdessen wähnt man sich gelegentlich fast schon in Death-Gefilden. Dazu kommt eine ordentliche Ladung Metalcore- und Nu-Metal-Vibes, die ILL NINO stilistisch näher an Korn & Co. rückt. Abgesehen von den extrem billig klingenden Elektro-Intros einiger Songs ist „Till Death, La Familia“ eine gute Platte geworden, deren Highlights ´Live Like There´s No Tomorrow´, ´I´m Not The Enemy´, ´Blood Is Thicker Than Water´ und ´Pray I Don´t Find You´ heißen.

Autor:
Conny Schiffbauer
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