Review

Reviews 6.0

ICED EARTH

The Crucible Of Man (Something Wicked, Part 2)

Ausgabe: RH 256

Matt Barlows zu Recht in der Festivalsaison gefeierte Rückkehr kann dieses bereits zuvor konstruierte „Something Wicked“-Puzzleteil nicht hinreichend emotional aufladen. Die ultimative ICED EARTH-Stimme bäumt sich zu selten gegen den kargen Schnitt und die kühle Produktion auf, die Jon Schaffer als Krönung seines Lebenswerks begreift. Geschichte wiederholt sich - Tim „Ripper“ Owens ist rehabilitiert. Von der Therion-mäßig orchestrierten Eröffnung durch das Intro ´In Sacred Flames´ und ´Behold The Wicked Child´ an bleiben Riffs wie Rhythmen zu gleichförmig: ohne die markanten Breaks, die Dynamik und entfesselte bis hymnische Soli, die das Bandschaffen bis zur individuellen Horrorshow kennzeichneten. (Halb-)Balladen waren bislang umjubelte Höhepunkte bei ICED EARTH, doch das blutarme ´A Gift Or A Curse´ setzt trotz dezenter Ethno-Geschmacksfärbung und David-Gilmour-Licks zu wenig positive Akzente. Gute Ansätze verpuffen zu oft in lahmen Refrains (´Crown Of The Fallen´). Erst das wechselwarme Finale ´Divide And Devour´ (brutal) und ´Come What May´ (wahrhaft episch) ersetzt die lähmende Last auf den Schultern der Erschaffer durch große Gefühlsgesten.

Autor:
Björn Thorsten Jaschinski
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