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Death Metal Heavy Metal

HÖRN

Hörn

Label: Eigenproduktion
Dauer: 28:44
Erscheinungsdatum: 20.01.2020
Ausgabe: RH 403

In Sachen Präsentation liegen diese Typen mit dem brillant simplen Bandnamen dermaßen weit vorn, dass man sich regelrecht erschlagen fühlt. Vom hyper-schicken Gatefold-Vinyl über originell-skurrile Interviewtechniken und einen unalbernen Wortwitz hinweg bis zur schwer ästhetischen Instagram-Präsenz: Alles ist auf absolutem Major-League-Level. Selbst die Geheimniskrämerei um das Line-up wirkt irgendwie cool. Die Herren Herold, Dürselen und Bicheroux – wer anonym bleiben will, weiß eigentlich, dass er auf Credits im Kleingedruckten verzichten sollte – aus Düsseldorf (angeblich) nennen ihre Musik „Rammboss-Metal“, und das ist es auch: im Detail vielschichtiges Todesblei mit Ecken, Kanten, Melodik und einer angenehmen Rockigkeit. Streckenweise strahlen HÖRN eine ähnlich dominante Attitüde wie Belphegor aus, besitzen aber trotz der Hochglanz-Inszenierung drum herum mehr Rotz und eine gewisse Unbekümmertheit, die sie sich hoffentlich auch in Zukunft bewahren.

* Lasst euch von Songs wie ´Pwnzeranfall´ (sic!) unter www.facebook.com/krakenhoern oder „über die salzigen Zitzen“ der bekannten Streaming-Portale anfixen.

Autor:
Jan Jaedike
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