Review

Reviews 8
Black Metal Heavy Metal

HJELVIK

Welcome To Hel

Label: Nuclear Blast/Rough Trade
Dauer: 39:20
Erscheinungsdatum: 20.11.2020
Ausgabe: RH 402

Er ist wieder da: Erlend Hjelvik hatte 2018 bei Kvelertak seinen Ausstieg verkündet, und es machte den Anschein, als hätte der charismatische Fronter dem Musikbusiness komplett den Rücken gekehrt. Doch Totgeglaubte leben bekanntlich länger, und so meldet sich der Norweger überraschend mit seinem Soloprojekt HJELVIK zurück. Im direkten Vergleich zu den musikalisch schwer fassbaren Kvelertak beschränkt sich Hjelvik 2020 auf die Hauptzutaten Black- und Heavy Metal und lässt viele der Punk- sowie Classic-Rock-Klänge außen vor. Heraus kommt ein Stil, den der Schreihals als „Black Viking Heavy Metal“ bezeichnet und der eine bewusste Rückkehr zu seinen musikalischen Wurzeln markiert. Bei den Riffs scheinen hier und da Dimmu Borgir als Einfluss durch, während die erhabenen Melodiebögen in der Gitarrenarbeit an frühe In Flames oder traditionelle Heavy-Metal-Bands wie Grand Magus erinnern. Auf überraschende Momente wird trotzdem nicht verzichtet: In 'Glory Of Hel' röhrt Matt Pike von High On Fire mit, während 'Necromance' durch die Vocals von Mike Scalzi (Slough Feg) veredelt wird. Schade nur, dass die Songs in der zweiten Albumhälfte nicht so stark wie der beindruckende Auftakt ausfallen. Kvelertak-Fans sei als Einstiegsdroge 'The Power Ballad Of Freyr' ans Herz gelegt.

Autor:
Ronny Bittner
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