Review

Reviews 9.0
Hard Rock Heavy Metal

HITTMAN

Destroy All Humans

Label: No Remorse/Membran
Dauer: 42:13
Erscheinungsdatum: 25.09.20
Ausgabe: RH 400

Nach 27 Jahren gibt es tatsächlich noch mal ein neues Album von HITTMAN! Die große Resonanz auf die Wiederveröffentlichung des legendären Debüts und die umjubelte Show beim Keep It True haben die New Yorker, die mit Ausnahme der Rhythmussektion in Originalbesetzung zusammengefunden haben, offenbar neu motiviert. Das Unglaubliche ist: „Destroy All Humans“ knüpft sowohl qualitativ als auch stilistisch an den Erstling an, fällt somit also wieder härter als das ebenfalls bärenstarke, aber deutlich kommerziellere Zweitwerk aus. Passend dazu finden mit ´Code Of Honour´ und ´Out In The Cold´ zwei Songs aus der Frühphase der Band Verwendung, die sich nahtlos einfügen. Für die Höhepunkte sorgen jedoch andere Stücke, insbesondere die alles überragende Hymne ´The Ledge´, die ohne Scheiß in der „Operation: Mindcrime“-Liga spielt - muss man gehört haben! Apropos: Für die sich nach wie vor aufdrängenden Queensryche-Parallelen sorgt in erster Linie zwar Ausnahmesänger Dirk Kennedy, der immer noch wie ein junger Geoff Tate klingt, aber auch beim Schlagzeugspiel stand u.a. bei ´Love, The Assassin´ die Frühphase der Seattle-Legende Pate - es gibt wahrlich Schlimmeres. Zudem bringt der HITTMAN genug Eigenständigkeit mit, um nicht als Kopie abgetan zu werden. Sein von exzellenten Riffs und markanten Refrains geprägter, betont atmosphärischer US-Metal ist meist im Midtempo angesiedelt, wobei der treibende Ohrwurm ´Total Amnesia´ und das epische ´1000 Souls´ für Abwechslung sorgen. Dieses erneute Meisterwerk hätte zwar ein besseres Artwork als dieses billige Klischee-Cover verdient, ist aber natürlich dennoch ein Pflichtkauf für Fans von Queensryche, Crimson Glory, Fifth Angel oder Lethal!

Autor:
Marcus Schleutermann
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