Review

Reviews 8.0

HIGH ON FIRE

Electric Messiah

Label: eOne/SPV
Dauer: 56:56
Ausgabe: RH 377

In den letzten Jahren ist es still an der Albumfront von HIGH ON FIRE geworden. Wer nun vermutet, dass der Motor auf „Electric Messiah“ deshalb ins Stottern geraten wäre, liegt falsch. Im Gegenteil: HIGH ON FIRE haben ihren Boliden einer Inspektion unterzogen, weshalb sie mit frisch geöltem Motor energischer als je zuvor durch die Botanik ballern. Stilistisch stellt sich die Band ähnlich breit wie auf dem Vorgänger „Luminiferous“ und ihrem Gesellenstück „Death Is This Communion“ auf. Die Grundzutaten für den originellen Bandsound lauten immer noch Motörhead-Gekrächze, Riffs, die wahlweise von Mastodon oder Celtic Frost stammen könnten, sowie extrem wuchtiges Power-Drumming. Zur Auflockerung wird zunehmend gethrasht (´Electric Messiah´, ´Freebooter´), die Spielzeit auf zehn Minuten ausgedehnt (´Sanctioned Annihilation´, ´Steps Of The Ziggurat - House Of Enlil´) oder mit Blues-Anklängen experimentiert (´Drowning Dog´). Verpackt sind die Songs, die einen Tacken schlüssiger als auf dem Vorgänger ausfallen, in eine rohe Kurt-Ballou-Produktion, die sich bei der richtigen Lautstärke wie ein Sandsturm im Gesicht anfühlt. Also genau das richtige Peeling für harte Dudes und Dudettes.

Autor:
Ronny Bittner
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