Review

Reviews 7.0

HELRUNAR

Vanitas Vanitatvm

Ausgabe: RH 377

Lupus Lounge/Soulfood (62:41)
„Nicht für jedermann“ heißt es in Hermann Hesses „Steppenwolf“ in Bezug auf das „magische Theater“, und ein ähnlicher Hinweis könnte auch die Werke von HELRUNAR zieren - und zwar im positiven Sinne. Die Musik der Münsteraner hatte noch nie einen ausschließlich unterhaltenden Charakter, sondern fordert in Zusammenhang mit den (teils abstrakten) Inhalten oft eine aktive Auseinandersetzung, und so ist auch „Vanitas Vanitatvm“ wieder literarisch verknüpft - nämlich mit der gleichnamigen Ode des barocken Dichters Andreas Gryphius aus dem Jahr 1643.?Musikalisch beginnt das siebte Album HELRUNARs mit berührenden Streichermelodien, die sich vorsichtig dynamisch entfalten und in einem kraftvollen Black-Metal-Track (´Saturnus´) gipfeln. Schnell wird klar, dass die neueste Platte härter ist als ihr Vorgänger „Niederkunfft“, auch wenn atmosphärische Einschübe (´Necropolis´) und harmonische Akustikpassagen (´Vanitas Vanitatvm´) weiterhin zwischen die dissonanten, apokalyptisch rasenden Black-Metal-Riffs und die leidenschaftlichen bis dramatischen Melodien gesetzt werden. Egal, ob im ungestümen Uptempo oder in schleppenden, tragischeren Parts mit hypnotischen Melodiewiederholungen: Die düstere, kalte Grundatmosphäre bleibt, bis die etwas bewegteren Streicher mit ´Der Tag, an dem das Meer seine Toten freigibt´ das Album beschließen.

Autor:
Mandy Malon
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