Review

Reviews 8.0

HELLYEAH

Stampede

Ausgabe: RH 280

Epic/Sony (41:30)

Es hat eine Weiterentwicklung im HELLYEAH-Camp gegeben: Etwas weniger vorhersehbar als auf dem (guten) Debüt und weitaus organischer geht das Quintett diesmal zu Werke und legt mit „Stampede" ein Album vor, das aufgrund seiner Melodiösität auch außerhalb der Pantera-Anhängerschaft Fans finden sollte. Auch wenn sich der Großteil des hochklassigen Songmaterials im Uptempo-Bereich bewegt und wegen des Stakkato-Riffings und Vinnie Pauls charakteristischen Schlagzeugspiels (´Debt That All Men Pay´, ´It´s On´) zwangsweise Vergleich zu Pantera aufkommen, verfügen HELLYEAH längst über eine eigene Identität. Die deutlich zu erkennenden Southern-Rock-Einflüsse und Schlenker in Richtung Classic Rock sind nicht nur Anzeichen für die musikalischen Vorlieben der Bandmitglieder, sondern verpassen dem durch und durch positive Vibes versprühenden Album eine ganz eigene Note. Zum Höhepunkt gerät dabei die brillante, von Chad Gray (Mudvayne) super-emotional gesungene Ballade ´Better Man´, aber am besten bringt der Refrain von ´Hell Of A Time´ die HELLYEAH-Mentalität auf den Punkt: „I got my girl, got my family, got my booze and that´s all I need for a hell of a time." Hell yeah!

Autor:
Thomas Kupfer
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