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HANOI ROCKS

Back To Mystery City

HANOI ROCKS waren ihrer Zeit ein wenig voraus. Anfang der Achtziger krähte jedenfalls kein Hahn mehr nach richtig geilem Glam-Rock. Die Zeiten von The Sweet, T. Rex oder den New York Dolls waren längst vorbei, und ein Revival war nicht in Sicht. Und trotzdem konnten die Finnen vor allem in England beachtliche Erfolge feiern, und auch in den USA standen sie kurz vor dem Durchbruch - bis ihr Drummer Razzle bei einem Autounfall ums Leben kam (am Steuer des Wagens saß bekanntlich der sturzbetrunkene Mötley Crüe-Sänger Vince Neil) und die Band daran zerbrach.

In Deutschland sind HANOI ROCKS erst viel später zum Kult-Act erkoren worden. Als sie 1984 in der Frankfurter Batschkapp auf ihrer ersten (und meines Wissens nach auch einzigen) Tour hierzulande auftraten, verirrten sich exakt 96 zahlende Gäste in dem Club. Und die guckten etwas irritiert, als fünf extrem gestylte, total betrunkene Poser auf die Bühne stolperten - und rasteten dann komplett aus, als HANOI ROCKS mit ihrem geilen Glam-Rock´n´Roll den Leuten erst mal ordentlich in den Arsch kickten.

„Back To Mystery City" gilt als die beste Platte von HANOI ROCKS, weil hier schlichtweg die meisten Hits enthalten sind. Als Beispiel seien das hart rockende ´Malibu Beach Nightmare´, das Stadionkurven-taugliche ´Mental Beat´ oder die wunderhübsche, herrlich kitschige Ballade ´Until I Get You´ genannt - nicht zu vergessen das fulminante Titelstück. Das ist Rock´n´Roll vom Feinsten!

Autor:
Frank Albrecht
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