Review

Reviews 6.5

HAMMERFALL

No Sacrifice, No Victory

Ausgabe: RH 262

Nuclear Blast/Warner (50:04)

VÖ: 20.02.

Ich bin wahrlich kein chronischer HAMMERFALL-Hasser wie Kollege Mühlmann und liebe vor allem das Debüt, aber was sich die Herren auf ihren letzten Alben erlauben, wird immer schwerer zu ertragen. Das ist inzwischen aalglatt produzierter Schlager-Metal, der mit knallhartem Kalkül am Computer durchgestylt zu sein scheint und somit genau das Gegenteil von „unbeschwert“ ist (solch ein Attribut passt höchstens zu einer Band wie Bullet). Besonders deutlich wird das bei der unfassbar hüftsteifen Coverversion von ´My Sharona´, die sich bestenfalls für irgendwelche schmerzfreien Teleshopping-Compilations eignet. Auch bei der sterilen Ballade ´Between Two Worlds´ geht HAMMERFALL jegliche emotionale Tiefe ab, wie sie beispielsweise Y&T vermitteln - beim Hören kommt eher die Atmosphäre von Neonlicht als Kerzenschein auf. Zwar bekommen die Schweden mit einigen coolen Riffs in bester Accept-Tradition und selbst bzw. gerade bei zwei Promille funktionierenden Singalong-Refrains wie ´Bring The Hammer Down´ so gerade noch die Kurve, aber von ihren alten Heldentaten oder gar vom Thron eines „Genre-Leaders“ ist die Band inzwischen so weit entfernt wie Dortmund von Göteborg.

Autor:
Marcus Schleutermann
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