Review

Reviews 8.5

HAMMERFALL

Built To Last

Ausgabe: RH 354

PLUS-MINUS

Napalm/Universal (47:28)
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich im Sommer ´97 mit ein paar Kumpels zusammensaß und das Debütalbum einer blutjungen schwedischen Heavy-Metal-Truppe namens HAMMERFALL hörte. In Rock-Hard-Ausgabe 122 wurde „Glory To The Brave“ zum „Album des Monats“ gekürt, in der Besprechung überschlug man sich mit Sätzen wie „Was die Schweden-Truppe auf ihrem Erstling vom Stapel lässt, wird all diejenigen, die das lange Warten auf den „Painkiller“-Nachfolger satt haben, gebührend entschädigen und vor Freude aufjaulen lassen!“ und „Ganz klar das Metal-Highlight des Jahres!“ förmlich. Keine Frage, das MUSSTEN wir hören - und ja, das Album war verdammt geil. Inzwischen sind beinahe 20 Jahre ins Land gezogen, HAMMERFALL haben acht weitere abendfüllende Longplayer veröffentlicht, und mit „Built To Last“ (nomen est omen!) steht Album Nummer zehn ins Haus. Die erfrischende Naivität ihrer Anfangstage ist den Herrschaften um Frontmann Joacim Cans und Gitarrist Oscar Dronjak inzwischen natürlich längst abhanden gekommen, aber wenn man sich auf eine Sache verlassen kann, dann darauf, dass die Schweden ein gewisses Qualitätslevel niemals unterschreiten. „(r)Evolution“ habe ich rückblickend vor zwei Jahren vielleicht einen halben Punkt zu schlecht bewertet, und der neue Output, mit dem die Herrschaften musikalisch sehr in Richtung ihrer Anfangstage schielen, ist noch mal einen Tacken besser. Oder um es kurz und knackig auf den Punkt zu bringen: Wo HAMMERFALL draufsteht, ist auch HAMMERFALL drin. Kaufempfehlung!
Jens Peters
8,5

HAMMERFALLs neues Album ist ein weiterer Tiefpunkt in der Karriere einer Band, die nach spätestens anderthalb Alben alles gesagt hatte, und dass ihr definitiv wichtiges Debüt mehr als die Hälfte von Jens´ „Kritik“ einnimmt, steht bezeichnend für unser Problem vor allem im Metal: Alben und Bands werden hochgejubelt, weil man sie aus nostalgischen Gründen gut finden möchte, sich regelrecht an sie klammert, statt weiterzuziehen. Es gibt so viele aufregende neue und neuere Bands, dass man nichts Halbseidenes wie „Built To Last“ braucht. Hört weiterhin „Glory To The Brave“ und grabt die Schweden zu Grabe, vielleicht zum Debüt von Seven Sisters als Requiem.
Andreas Schiffmann
4

Autor:
Andreas Schiffmann
Jens Peters
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