Review

Reviews 3.0

GWAR

We Kill Everything

Ausgabe: RH 143

Ja, ich fand GWAR früher ziemlich toll - sowohl die peinlich-kultigen Matsche-Blut-Monster-Shows als auch die holprigen Platten. Auch wenn andere Zeitgenossen von den musikalischen Darbietungen der Chaoten vom Planeten Scumdoggia eher Würgkrämpfe bekamen: Ein feines Gespür für griffige Melodien konnte man der Band nie absprechen. Jetzt aber kann man mittlerweile alles, denn GWAR nähern sich ihrem kreativen Ende mit ganz großen Schritten. "We Kill Everything" ist nix, überhaupt nix. Kotzlangweiliger Metal-Punk ohne Wiedererkennungswert (sieht man mal vom Gesang ab), abgelutschte Riffs, lasche Melodien, gähnende Jokes - diese Platte ist flacher als Schleswig-Holstein. Früher polterte die Band in Interviews herum, wie viele lebensunwürdige Geschöpfe eliminiert werden müßten. Mit "We Kill Everything" haben sich GWAR selbst eliminiert.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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