Review

Reviews 8.0
Classic Rock

GRETA VAN FLEET

Anthem Of The Peaceful Army

Label: Republic/Universal
Dauer: 44:33
Ausgabe: RH 378

David Draiman (Disturbed) und Joe Satriani sind Fans, Robert Plant hat seinen Segen gegeben, Jason Bonham prophezeit, sie werden am Vergleich mit Led Zeppelin kaputtgehen. GRETA VAN FLEET selbst sind vom ständigen „Klingen wie“ ziemlich genervt, haben aber mit Aussagen wie „Zeppelin kannte ich vor der Highschool nicht, und sie sind auch kein Haupteinfluss“ ihre Karriere wie alte Medienprofis effektiv angeschoben. Ergebnis: Das Kölner Palladium z.B. war lange vor dem Erscheinen dieses Albums ausverkauft. Das muss man erst mal schaffen. Sind die Vorschusslorbeeren berechtigt? Ja! Wer „From The Fires“ (also die erste EP plus vier neue Songs) mag, wird auch „Anthem Of The Peaceful Army“ auf Dauerrotation stellen. Denn die vier jungen Burschen aus Frankenmuth in Michigan stecken knietief mit ihren Schlaghosen in den Siebzigern und lassen Kingdom Come aus den Achtzigern wie stumpfe Kopisten aussehen. Sollten solche Textquerverweise wie „lands of ice and snow“ (´Age Of Man´) tatsächlich Selbstironie sein, haben wir noch weitere Großtaten zu erwarten. Gerade läuft das Endsolo von ´Lover Leaver (Taker Believer)´ zum dritten Mal. Das macht genauso süchtig wie das Keyboard in ´You´re The One´. Zum Glück gibt es viele solcher Momente. Diese Jungspunde sind ein weiteres (und verdammt gutes) Gegenbeispiel zu Gene Simmons´ Behauptung, Rock sei tot. Auch wenn sie oft klingen wie... Sie wissen schon.

Autor:
Jörg Staude
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