Review

Reviews 7.0

GOJIRA

The Link

Ausgabe: RH 217

(47:10)

Das bislang nur in Frankreich erhältliche Werk ist dank eines neuen Plattenvertrags nun auch im Rest der Welt erhältlich. Remastert und mit Bonus-DVD (live in Bordeaux) am Start, wollen GOJIRA den Sprung über die Landesgrenze schaffen. Sie umweht, ebenso wie die meisten der musizierenden Kollegen, ein Hauch von Magie und völligem Wahnsinn. GOJIRA werden es schwer haben - sie sind einfach zu schrill, zu kaputt, zu französisch. Zum Glück aber nicht (rot)weinerlich. Eher Crossover - und das bis zum Exzess. Supertechnische Frickeleien, die des Prog-Metallers Hose anschwellen lassen, gipfeln in echt bizarren Knüppelparts, richtig wehtuende Disharmonien werden zelebriert, um danach den Stumpf-Punker raushängen zu lassen. GOJIRA sind in jedem Fall unterhaltsam und spannend, nach einigen Durchläufen bleiben vereinzelt sogar Passagen hängen. „The Link" hat, insgesamt betrachtet, ohnehin eher den Charakter eines Soundtracks. Der Gesang ist so spärlich eingesetzt, dass er kaum ins Gewicht fällt.

Wer beim Roulette ohne zu zögern alles auf die Null setzen würde, kommt als Zielgruppe für „The Link" wohl am ehesten in Frage. Zweifler, Frager und Abwägler haben in der GOJIRA-Welt keinen Platz.

Autor:
Volkmar Weber
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