Review

Reviews 8.5

GOJIRA

From Sirius To Mars

Ausgabe: RH 222

(66:58)

Komplexer Mathcore trifft auf Devin Townsend´sche Hymnen, brachiale Blastbeats auf entspannten Seventies-Rock und fiese Sludge-Parts auf eine positive Attitüde, die sich u.a. in Akustikparts und gelegentlichen Walgesängen äußert. Das Ganze wird aufgefüllt mit einer Tonne Neo-Thrash á la Soulfly oder manchmal auch Machine Head und veredelt von einer großartigen Produktion, die sich nicht zu verstecken braucht. Auf eine Art ist das natürlich schon ziemlich wahnsinnig und nicht immer ganz leicht zu konsumieren; andererseits sind die Franzosen so schlau, einfach auch mal eingängig nach vorne zu grooven, wobei dann Songs wie das unglaublich mächtig rockende und zudem cool betitelte ´The Heaviest Matter In The World´ oder ´World To Come´ herausspringen. Das soll natürlich nicht heißen, dass komplexer Stoff wie ´Backbone´ oder das epische ´Flying Whales´ nicht auch seinen Reiz hätte.

„From Sirius To Mars" hat Schwächen, hin und wieder schleichen sich Längen in die meist sehr ausführlichen Songs ein. Dennoch ist es mit ziemlicher Sicherheit jetzt schon eines der abwechslungsreichsten, einzigartigsten und inspiriertesten Brachial-Metal-Alben des Jahres.

Autor:
Tobias Blum
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