Review

Reviews 8.0

GODSMACK

When Legends Rise

Ausgabe: RH 372

Spinefarm/Universal (38:22)
Der Boston-Vierer behält die 2014 auf „1000hp“ begonnene Marschrichtung bei, sich stilistisch zu öffnen. GODSMACK klingen zwar immer noch wie GODSMACK, doch mit den beiden Producern John Feldmann und Erik Ron als Songwriter im Boot, die u.a. schon mit Good Charlotte, Blink-182 und Biffy Clyro gearbeitet haben, darf der Sound hier und da ein wenig poppiger und glatter klingen und die Melodien vielfältiger. Das Mitwirken der beiden Herren zuzüglich Sevendust-Gitarrist Clint Lowery tut dem Gesamtwerk gut, denn so bekommt das Alternative-Hardrock-Schlachtschiff einen soundmäßigen Frühjahrsputz verpasst. Mit ´When Legends Rise´ und ´Bulletproof´ steigen GODSMACK direkt mit zwei guten Ohrwürmern ein, bei denen die altbekannte Dicke-Hose-Pathos-Attitüde nicht fehlen darf, während ´Unforgettable´ mit einer ebenso eingängigen Hookline inklusive Kinderchor im Hintergrund glänzt und ´Every Part Of Me´ mit einem Intro im Stil von Korn überrascht. Die zwar arg weichgespülte, aber dennoch schöne Ballade ´Under Your Scars´ beweist, dass Frontmann Sully Erna seine musikalisch softe Seite glücklicherweise weiterhin nicht nur bei seinen Soloalben auslebt. Es folgen ein paar Durchschnittsnummern, bis das Quartett zum finalen Höhepunkt ausholt. Der heißt ´Eye Of The Storm´ und ist GODSMACK at its best: Ein surrendes Riff und Stakkato-Rhythmik gehen sofort in die Beine. Verzerrte Gitarren und episches Arena-Rock-Feeling vermischen sich mit einem hypnotischen Solo und grollenden Donnergeräuschen. Wegen der Durchschnittstracks gibt es „nur“ acht Punkte, aber generell gehen GODSMACK mit einem breiter aufgestellten Songwriting den richtigen Weg.

Autor:
Conny Schiffbauer

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