Review

Reviews 7.0

GODSMACK

Godsmack

Ausgabe: RH 147

Das Cover der CD von GODSMACK wird von einer nasenberingten, dreifachlippengepiercten jungen Dame geziert, die den geneigten BetrachterInnen wahrscheinlich veranschaulichen soll, daß es sich hier um modernes Trendzeug handelt. Und das tut es auch. GODSMACK sind der Inbegriff des 90er-Metal. Grooveorientiert, rifflastig, fett produziert und mit Samples ausgestattet, rumpeln GODSMACK durch zwölf mehr oder weniger gelungene Songs. Zur erstgenannten Kategorie zählt sicherlich der Opener 'Moon Baby', der gut nach vorne geht, das mit einem düsteren Touch und leichten Warrior Soul-Anklängen versehene 'Stress' sowie das kurze Instrumental 'Someone In London'. Der Rest des Albums krankt an der Einfallslosigkeit, immer wieder auf die gleiche Songstruktur zurückzugreifen: Sample - Riffgeballer - langsamer, grooviger Strophenteil - Riffgeballer - Refrain - Strophe usw. Auf die Habenseite können sich GODSMACK ihre Vocals schreiben. Der Sänger weiß seine Lyrics in einfühlsamen, wütenden oder depressiven Stimmungslagen vorzutragen, so daß zumindest die Refrains äußerst einprägsam rüberkommen. Unterm Strich bleibt dieses Debüt also ein zwiespältiges Vergnügen. Zum einen gehen die Songs teilweise durchaus ins Blut, auf der anderen Seite bleiben allerdings Spielfluß und somit auch Hörgenuß auf der Strecke. Wer auf G/Z/R steht, gerne Clawfinger hört und auch ansonsten Groove'n'Riffs mag, kann hier durchaus mal ein Ohr wagen.

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