Review

Reviews 7.0

GLENN HUGHES

Building The Machine

Ausgabe: RH 173

Glenn Hughes ist schlicht und ergreifend einer der großartigsten Sänger der gesamten Rockgeschichte und nebenbei ein ausgezeichneter Bassist. Von seinen Mittsechziger-Aufnahmen mit Finder´s Keepers über Deep Purple und Black Sabbath bis hin zu KLF hat der Workaholic Berge von Bands und Projekten mehr oder minder erfolgreich beehrt. Seit zweieinhalb Dekaden ist Hughes parallel auch solo unterwegs. Sein Meisterwerk ist und bleibt dabei die 1996er „Addiction“. Im Alleingang hat er seitdem nicht mehr restlos überzeugen können. Daher waren es Glenns brillante Gastauftritte auf Scheiben wie Nikolo Kotzevs „Nostradamus“, die zeigten, dass er immer noch zu den Größten zählt.

Auch „Building The Machine“ ist kein zweites „Addiction“, zeigt den Endvierziger aber auf dem Weg der Besserung. So finden sich z.B. auf ´Don´t Let It Slip Away´ und der zweiten Hälfte von ´Feels Like Home´ wieder einige dieser Gänsehaut-Momente, wie sie nur Mr. Hughes zu Stande bekommt. Am großartigsten ist er, wenn er, begleitet von einem solide-spartanischen Groove, schon fast improvisierend mit allen Facetten seiner Stimme spielt und dabei mal eben von Rock bis Soul Lehrstücke aus dem Ärmel zieht, die dem Nachwuchs die Kinnlade bis auf den Boden fallen lassen. Diese magischen Momente sind aber deutlich dünner gestreut als auf „Addiction“. Instrumental zeigen sich Hughes und seine Kumpels auf „Building The Machine“ sehr facettenreich, auch wenn sie natürlich knietief in den Siebzigern stecken. Die Funk-Anleihen könnten allerdings noch etwas gedrosselt werden.

Autor:
Jan Jaedike
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