Review

Reviews 6.0

GEOFF TATE

Kings & Thieves

Ausgabe: RH 306

InsideOut/EMI (52:48)

Es steht vollkommen außer Frage, dass GEOFF TATE ein großartiger Sänger und ein ebenso erstklassiger Bühnenperformer ist. Ob er als Mensch ein solch schwieriger Charakter ist, wie seine Ex-Bandkumpels von Queensryche behaupten, sei mal dahingestellt. Das kann man als Außenstehender sowieso nicht beurteilen. Was genau Tate aber mit diesem Soloalbum bezwecken möchte, ist irgendwie unklar, denn die Platte hat das gleiche Problem wie einige der letzten Queensryche-Scheiben: Es fehlt ihr an jeglicher Relevanz. Die elf zwischen Hardrock und Pop angesiedelten Nummern plätschern an einem vorbei und leiden vor allem an einem signifikanten Mangel an packenden Hooklines. Hier mal ein tolles Lick, da mal eine schöne Melodie, ein paar gute Texte gibt´s auch - und natürlich das unvermeidliche, nervtötende Saxophon, offenbar Tates aktuelles Lieblingsinstrument. Das ist handwerklich klasse und erstklassig produziert, und trotzdem erinnert man sich auch nach mehreren Durchläufen an rein gar nichts. Außer daran, dass vergleichbare Queensryche-Scheiben wie „Tribe" oder „Q2K" ähnlich blutleer wirkten.

Autor:
Frank Albrecht
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos