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GENE SIMMONS

27 – The Legend & Mythology Of The 27 Club

Label: Simmons Books/powerHouse Books
Ausgabe: RH 378

Krass, ein GENE SIMMONS-Buch, in dem der Kiss-Basser nicht vor allem über sich selbst bzw. über Geld philosophiert. Überhaupt ist das Thema „27 Club“ für Simmons etwas abwegig. Die hier überwiegend beschriebenen, im zarten Alter von 27 Jahren gestorbenen Musiklegenden führten einen Lifestyle, der Simmons grundsätzlich zuwider ist. Speziell Drogen, Depressionen und Selbstmord waren für Gene immer gleichbedeutend mit Disziplinlosigkeit, Schwäche und Dummheit (die Sucht nach Kohle, Ruhm und Schokokuchen jetzt mal ausgenommen). Inzwischen vermarktet Simmons jedoch Marihuana und hat gemerkt, dass eine klinische Depression durchaus ´ne Krankheit ist. Er wertet daher nicht mehr, sondern zeigt sich als neugieriger Beobachter von Leben und Leiden solch illustrer Gestalten wie Grunge-Guru Kurt Cobain, R´n´B-Reibeisen Amy Winehouse, Doors-Drughead Jim Morrison, „Teufels-Blueser“ Robert Johnson, Ur-Rolling-Stone Brian Jones, Hippie-Röhre Janis Joplin oder Guitar Hero Jimi Hendrix (dessen „Gitarren-Cunnilingus“ wir Genes Zungenspielereien bei Kiss zu verdanken haben). Gene skizziert Lebensläufe, fügt eigene subjektive Gedanken hinzu, ohne zu verurteilen oder sich selbst zu profilieren. Erstmals wirkt Simmons in einer seiner Lektüren durch und durch sympathisch und angesichts des eigenen langen Lebens regelrecht dankbar. 270 englischsprachige Seiten, die man locker in einem Rutsch durchliest.

Autor:
Jan Jaedike

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