Review

Reviews 8.0

GAMMA RAY

Land Of The Free II

Ausgabe: RH 247

(65:18)

Fortsetzungen - ein schwieriges Thema. Eine Gratwanderung zwischen Erwartungshaltung, künstlerischer Integrität und kommerziellem Kalkül. Oft geht der Schuss nach hinten los, bei GAMMA RAY hat es funktioniert. Ihren Meilenstein aus dem Jahr 1995 kann die Band mit „Land Of The Free II“ zwar nicht überflügeln, doch stilistisch ist man ziemlich nahe am Original und hat dazu größtenteils megastarke Nummern ausgeknobelt. Bestes Beispiel dafür ist der über elfminütige Übersong ´Insurrection´ (der längste seit ´Heading For Tomorrow´), der allein schon die letzten beiden Platten locker in die Tasche steckt. Kürzere Knaller wie ´Into The Storm´, ´From The Ashes´ oder ´When The World´ sind kaum schlechter.

„Land Of The Free II“ ist durchgehend rasant, bombastisch, hymnisch, super-melodisch, voller Spielfreude und toller Ideen (auch wenn bei ´Opportunity´ schamlos bei Maidens ´Rime Of The Ancient Mariner´ geklaut wird). Die Tatsache, dass man mit Tommy Newton erstmals seit „Somewhere Out In Space“ wieder externe Ohren in die Produktion integriert hat, sorgt nicht nur für einen wärmeren und natürlicheren Klang, sondern dürfte auch der Grund sein, warum man sich wieder mit größerer Sorgfalt um facettenreichere Gitarren- und Gesangs-Arrangements kümmern konnte.

„Land Of The Free II“ ist somit ein Album auf Augenhöhe, eine Scheibe, die dem großen Namen auf jeden Fall gerecht wird.

Autor:
Mike Borrink
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